Begrüßung zur Verleihung des Ehrenamtspreises am 1. Dezember 2012 in der St. Bartholomäuskirche Pegnitz

Begrüßung zur Verleihung des Ehrenamtspreises 2012 der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
am 01.12.2012 in der Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus Pegnitz

„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe! Wer ist der König der Ehre? Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr mächtig im Streit.“

Ich begrüße Sie mit dem Adventspsalm, denn heute Abend um 18.00 Uhr beginnt der Advent. Der „König der Ehre“ soll gerade heute zuerst genannt sein.

Der „König der Ehre“, der „Herr stark und mächtig“, unser Gott möge in unserer Mitte sein, wenn wir heute Menschen ehren.

Herzlich willkommen zur Verleihung des Ehrenamtspreises 2012. Es ist auch mir eine Ehre, dass dieser Preis dieses Jahr im Kirchenkreis Bayreuth verliehen wird. Herzlich willkommen also im Kirchenkreis Bayreuth. Herzlich willkommen im Dekanatsbezirk und in der Kirchengemeinde Pegnitz auch im Namen von Herrn Dekan Dr. Schoenauer. Danke den Ehrenamtlichen hier in Pegnitz, die diesen Ehrenamtsempfang mit ausgestalten, angefangen vom Chor, über Küche bis zu den Pfadfindern. Dekan Dr. Schoenauer wird noch am Ende den Ehrenamtlichen vor Ort eigens unseren Dank aussprechen.

Mein erster Willkommensgruß gilt der prominentesten Ehrenamtlichen unserer Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Präsidentin der Landessynode Frau Dr. Dorothea Deneke-Stoll. Vorgestern hast Du, liebe Dorothea, noch die Landessynode in Hof geleitet, heute bist Du von Ingoldstadt wieder gen Norden gereist –zu dieser Feier. Alle Achtung für Dein großes ehrenamtliches Engagement.

Mit der Präsidentin begrüße ich sehr herzlich den Vizepräsidenten der Landessynode Dr. Seißer, sowie die Synodalen Eggers, Flauder und Hofmann.

Lieber Herr Pöhlmann, zusammen mit Ihnen werden die Präsidentin und ich die Preise überreichen. Darum entbiete ich Ihnen als ehrenamtlichem Sprecher des Fachbeirates Ehrenamt ein herzliches „willkommen!“ und mit Ihnen allen Mitgliedern des Fachbeirates Ehrenamt. Schließlich wurden die drei Gewinner durch den Fachbeirat Ehrenamt ermittelt.

Damit sind wir bei den drei Gewinnern. Es gibt unter ihnen keine Rangfolge. Ich nenne diejenigen zuerst, die am weitesten gereist sind:

In der Freiwilligenbörse „Zeitgeister“ der Kirchengemeinde Unterschleißheim leisten generationenübergreifend junge und alte Zeitgeister Hilfe für Alte oder Junge. Mit dem Koordinator Diakon Peter Braun heiße ich alle Angereisten herzlich willkommen. Wirklich schön, dass Dekan Uli Seegenschmidt sich mit auf den Weg gemacht hat.

„Großeltern stiften Zukunft“ heißt der Verein mit Sitz in Nürnberg, der ebenfalls unter den Gewinner ist. Der Name des Vereins ist Programm. Wir werden ja nachher mehr erfahren. Jetzt nur ein herzliches Willkommen allen Anwesenden, namentlich dem zweiten Vorsitzenden Professor in Ruhe – in der bekanntlich die Kraft liegt – Dr. Karl Foitzik.

Und der dritte Gewinner kommt aus dem Regierungsbezirk Bayreuth. Der dritte Gewinn geht an den „Integrationstreffpunkt Mittendrin“. Emma Hammon ist die Koordinatorin. Mit ihr begrüße ich alle im Projekt engagierten Anwesenden und den Dekan des Dekanatsbezirk Weiden, Dr. Slenzka.

Nun zu den beiden kirchlichen Hauptamtlichen, die ebenfalls genannt sein sollen: Herr KR Hammerbacher ist aus München angereist, Herr Diakon Jakubek, der Organisator des Ehrenamtspreises im Amt für Gemeindedienst, aus Nürnberg.

Schön, dass auch einige Vertreter aus Politik und Gesellschaft das kirchliche Ehrenamt durch ihre Anwesenheit ehren: die stellvertretenden Landräte Christina Flauder aus Kulmbach und Georg Lang,  Forchheim. Bürgermeister Uwe Raab wird uns nachher ein Grußwort halten. Doch lieber Herr Bürgermeister, lassen zuerst Sie sich grüßen. Sie sind auch ein Ehrenamtlicher: Sie singen im Chor mit. Ihre Tochter war bei den christlichen Pfadfindern. Wir freuen uns, dass Sie jüngst am 18.10. als Bürgermeister vereidigt wurden und wünschen Ihnen von Herzen Gottes Segen für Ihren Dienst als Bürgermeister. Danke für Ihre Kirchenverbundenheit.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Es gibt viele Ehrenamtsempfänge, staatliche, kommunale, vereinsbezogene. Doch unsere Ehrungen haben noch einen anderen Klang. Das „Ehre sei Gott“ schwingt bei uns immer mit. Deshalb ehren wir in der Kirche unsere Ehrenamtlichen nicht etwa verschämt, als ob nur einer in dieser Welt geehrt werden dürfte, unser Gott. Vielmehr ist doch gerade dies zu ehren, dass unsere Ehrenamtlichen sich nicht nur ohne Geld für Gotteslohn engagieren, sondern auch noch dazu nicht primär für ihre Ehre, sondern zur Ehre  Gottes – und dass durch ihn Friede werde auf Erden. Sie wollen, dass der Helfer durch sie hilft. „All unsere Not zum End er bringt“ – ja, das kann nur er. Doch christliche Ehrenamtliche weisen direkt oder indirekt hin auf Christus; durch sie wird etwas von seiner Barmherzigkeit erfahrbar. Wie gut. Dafür sind wir dankbar und zeigen es mit dem Ehrenamtspreis.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Der Herr der Herrlichkeit ist der eigentliche Preisträger, den wir preisen. Doch es braucht Menschen, die ihm die Tore öffnen, ihm den Weg bereiten, damit er mit seiner Liebe spürbar einzieht in der Welt; eine Liebe, die erfahrbar wird zwischen jung und alt und im Gefüge der Generationen.

Singen wir ihm zur Ehre und als Aufruf zum Ehrenamt, der uns allen gilt:
„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“