Andacht zum Bläsertag in Coburg

Begrüßung Bläserfest Sonntag, den 24.6.12

Liebe Bläser und Bläserinnen, verehrte, große Bläserfestgemeinde!

Willkommen zum Bläserfest Ihnen allen und natürlich vor allem den 1200 Bläsern und Bläserinnen!
1200 musikalisch Mitwirkende heute Morgen beim Gottesdienst und jetzt beim Bläserfest! Ich vermute: Unser Posaunentag in Coburg ist – nicht nur kirchlich, sondern überhaupt – die Veranstaltung dieses Jahr in ganz Bayern mit den meisten musikalisch Mitwirkenden. Noch dazu sind alles Ehrenamtliche.

Welch eine überwältigend große positive christlich-spirituelle Kraft zeigt sich in der Posaunenchorbewegung. Wir alle treffen uns unter dem Motto: „Christus, unser Licht.“ Unsere Kirche ist lebendig und zukunftsfähig, das wird hier –gegen alle Unkenrufe, die das Gegenteil manchmal fast herbeireden – überdeutlich sichtbar. Unsere Instrumente sind nicht verstaubt, unsere Kirche nicht und unser Glaube an Jesus Christus erst recht nicht.

Posaunenchöre sind etwas Einmaliges in unserer Gesellschaft: In ihnen lebt zugleich generationenübergreifende, musikalische und geistliche Gemeinschaft: Posaunenchöre sind die einzige Gemeindegruppe, in der Menschen von 10 bis 80 Jahren zusammenwirken. Wir Bläser und Bläserinnen spielen von Blues bis Bach, von Renaissance bis Gegenwart. Und unsere Verbindung zu Jesus Christus verbindet uns auch untereinander.

Lieber  Christoph Lefherz, danke, dass Sie sich gewinnen ließen für die Moderation heute Nachmittag. Vielleicht haben Sie es schon gemerkt. Ich habe Ihre Anspielung, ich könnte genauso gut unten sitzen mit einer Posaune in der Hand, aufgenommen und von uns Bläsern und Bläserinnen gesprochen.
Und so mache ich jetzt auch weiter:

Es ist eine Ehre für uns Bläserinnen und Bläser, dass so viele Ehrengäste uns heute bei diesem Fest begleiten – nicht musikalisch, sondern durch Anwesenheit.
Beim Gottesdienst habe ich niemand namentlich begrüßt, das wäre auch nicht passend, doch jetzt ist Gelegenheit, die zu erwähnen, die da waren oder immer noch sind. Es ist uns eine Ehre und Freude,
- dass die Präsidentin der Landessynode Frau Dr. Dorothea Deneke-Stoll gekommen ist. Auch vier Landessynodale sind unter uns: Stellvertretende Landrätin Frau Flauder, Bürgermeister Finzel, Pfarrerin Neeb. Der Vierte, zugleich Dekan von Coburg, wird uns sogar die Schlussandacht halten.
- Für die katholische Kirche wird nachher das Grußwort Regionaldekan Thomas Teuchgräber sprechen.  Es ist ein wunderschönes ökumenisches Zeichen, dass die katholische Pfarrgemeinde St. Augustin gleich hier in der Nachbarschaft heute zum Gottesdienst auf dem Schlossplatz eingeladen hat und auch Herr Dekan Huth unter uns ist. An alle Katholiken unter uns ein besonders herzliches Willkommen.
- Herrn Regierungspräsident Wenning danke ich nicht nur für seine sofortige Zusage nach Einladung, sondern auch für die finanzielle Unterstützung des Posaunentages durch die Oberfrankenstiftung. Dafür sind auch die Unter- und Mittelfranken und Oberpfälzer unter uns dankbar.
- Die Europaabgeordnete Frau Monika Hohlmeier hat ein Feeling für wirklich zentrale geistliche Orte in Europa. Sie ist da.
- Ebenso der Vizepräsident des Landtags Peter Meyer und seine Frau und die Mitglieder des Landtages Thomas Hacker und Baron von Lerchenfeld.
- Bei einem solchen Tag darf nicht fehlen der Landesobmann des Posaunenchorverbandes Pfarrer Hans-Jürgen Johnke.
- Und unseren Überraschungsgast? Auch ihn begrüße ich, aber noch nicht namentlich.
- Lieber Herr Oberbürgermeister Kastner, liebe Bürgermeister Tessmer und Ulmann, wir verdanken es grundlegend Ihnen und der großen Gastgeberschaft der Stadt Coburg dass ich nun sagen kann:
- Willkommen an Sie alle, willkommen in unserer großen Posaunenchorgemeinschaft hier beim Posaunentag und jetzt beim Bläserfest in Coburg.

Dieses Willkommen spreche ich auch für diejenigen mit aus, die mit mir unermüdlich geplant haben seit unserer ersten Sitzung am 15. Oktober 2010 - so lange geht nämlich schon unsere Vorbereitung.
Ich nenne sie dem rückwärtigen Alphabet nach, denn gerade die drei Letztgenannten hatten wohl die organisatorische Hauptlast:
­ Herr Leitender Landesposaunenwart Dieter Wendel
­ Herr Pfarrer Thein, Referent der Regionalbischöfin
­ Herr Kirchenmusikdirektor Peter Stenglein – der Verantwortungsträger vor Ort
­ Herr Ingo Hahn, Dekanatskantor von Kulmbach und KK-Beauftragter für Kirchenmusik
­ Herr Michael Dorn, Dekanatskantor von Bayreuth
­ Herr Kirchenmusikdirektor Thomas Albus, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik
­ Und seit September 2011 ist mit von der Partie in unseren Besprechungen Herr Böhm, der zupackend Verantwortliche für das Stadtmarketing der Stadt Coburg

Ein solcher Tag ist immer ein Gemeinschaftswerk:
Danke darum
an alle Ehrenamtlichen, die Bänke geschleppt haben und vieles mehr tragen,
Danke an die Technik für den tollen Sound,
Danke an den Sanitätsdienst, den Wachdienst und die Gastronomie,
Danke dem Dekanat Coburg und der Kirchengemeinde St. Moriz,
Danke dem Posaunenchorverband, der mit all seinen hauptamtlichen Mitarbeitenden präsent ist,
Danke Ihnen allen, denn Sie schenken alle einander wechselseitig dieses Fest durch Ihre Mitwirkung, durch Ihr Spielen, Ihr Singen, Ihr Dasein.

Wir haben bisher in Planung und Durchführung Gottes Segen erfahren. Gott segne auch unser Bläserfest jetzt.

Dr. Dorothea Greiner
Regionalbischöfin des Kirchenkreises Bayreuth