Die Landschaft der kirchlichen Angebote für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit Behinderung ist bunt, die Vielfalt der Konzepte groß. Einer der Mitgliedsverbände der Evangelischen Jugend in Bayern ist zum Beispiel der Christliche Verein Junger Menschen - kurz CVJM. Er veranstaltet unter anderem das Glaubensfestival „Jesus am See“ – am See der Bayreuther Wilhelminenaue.

Vortrag Steppach

 Bayreuth/Steppach. Ein großes Inventarisierungsprojekt steht nach rund dreijähriger Arbeit kurz vor dem Abschluss: Die Schätze von insgesamt 95 evangelischen Markgrafenkirchen und besonderen Barockkirchen in Oberfranken wurden in je einem eigenen Inventarband dokumentiert.

Am 26. Juli präsentiert Kunsthistorikerin Dagmar Thomann M.A. die Ergebnisse des einzigartigen Projektes um 19.00 Uhr in der St. Erhardkirche in Steppach unter dem Titel "Die Markgrafenkirchen und die Kirchen in Bamberg und Coburg".

Im Anschluss daran übergibt Regionalbischöfin Dorothea Greiner die handgebundenen Inventarverzeichnisse von protestantischen Barockkirchen an Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Dekan Hans-Martin Lechner aus Bamberg, die beiden Coburger Dekane Stefan Kirchberger und Andreas Kleefeld sowie an die Kommunen und Kirchengemeinden der fünf inventarisierten Kirchen in den Landkreisen Bamberg (Pommersfelden, Steppach, Aschbach, Trabelsdorf) und Haßberge (Gleisenau) und der zwei Kirchen in der Stadt Coburg.

Die Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat viele Beziehungen zu lutherischen Partnerkirchen überall auf der Welt, so z.B. auch nach Afrika. Sie unterstützt im Rahmen dieses Engagements auch medizinische Projekte. Eines davon ist die Medizinische Notversorgung Tansania. Was dahinter steckt und wie wichtig diese Hilfen sind, zeigt die Maiausgabe des Evangelischen Magazins.

Außerdem im Programm: Einblicke in das Süd-Nord-Programm. Hier kommen Menschen aus allen Ecken der Welt, um sich in Oberfranken in Kindertagesstätten, Seniorenheimen oder in der Gemeinde zu engagieren. Wir haben mit zwei Frauen aus Tansania über ihre Arbeit hier gesprochen und darüber, was ihnen der Freiwilligeneinsatz bedeutet.

Eröffnung "Unendlich still ..." Bayreuth

Bayreuth. Regionalbischöfin Dorothea Greiner eröffnete am 1. Mai 2022 um 19.00 Uhr die Ausstellung „unendlich still …“ auf dem evangelischen Stadtfriedhof in Bayreuth. Dekan Jürgen Hacker und Stadtkirchenpfarrer Carsten Brall sowie ein Bläserensemble unter Leitung von Bezirksposaunenchorleiterin Anne Müller wirkten bei der feierlichen Eröffnung mit.

Ökumenisches Bischofsgespräch Bamberg 2022

Bamberg/Bayreuth. Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Erzbischof Dr. Ludwig Schick trafen zum zweijährlich stattfindenden ökumenischen Gespräch in Bamberg zusammen. Begleitet wurden beide von einer je sechsköpfigen Delegation von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden.

Das katholische Erzbistum und der evangelische Kirchenkreis arbeiten in Oberfranken in vielen Bereichen seit langem erfolgreich zusammen. Ein Beispiel dafür: Bereits zum zehnten Mal erarbeitete ein Team gemeinsam ein Heft mit geistlichen Impulsen für die Fastenzeit. Damit führen zahlreiche ökumenische Gruppen vor Ort die sogenannten „Alltagsexerzitien“ durch.

Im Austausch der beiden leitenden Geistlichen wurde deutlich, dass die schon vielfach gelebte Geschwisterlichkeit von den Christen beider Konfessionen in der Region weiter zu vertiefen ist. Dorothea Greiner und Ludwig Schick sehen es als eine gemeinsame Herausforderung an, das kirchliche Leben in den Ortsgemeinden mit kleiner werdenden personellen und finanziellen Ressourcen zu ermöglichen. Gelebte Ökumene wird helfen für die Menschen da zu sein.

Vater im Himmel,
Du bist die Quelle wahren Friedens,
Du bist die Sonne der Gerechtigkeit,
Du bist die Zuflucht der Leidenden,
Du bist der Grund aller Hoffnung.

Angesichts des Krieges in der Ukraine rufen wir zu Dir:
Hilf der Bevölkerung in der Ukraine.
Schenke ihnen Vertrauen auf Dich in ihrer Angst.
Hilf besonders den Kranken, den Kindern und den Gebrechlichen.
Schenke ihnen Schutz und sende Deine behütenden Engel.
Hilf denen, die Opfer zu beklagen haben.
Schenke ihnen Deinen Trost und Kraft für die Zukunft.
Hilf den Regierenden.
Schenke ihnen Weisheit, angemessene Entscheidungen zu treffen.
Hilf denjenigen in Russland und in der ganzen Welt, die nach echtem Frieden streben.
Schenke ihnen Deinen Geist und gib ihrem Tun Gelingen.
Wehre den Kriegstreibern und Skrupellosen,
tritt ihnen in den Weg und nimm ihnen ihre Macht.

Uns selbst mach treu im Gebet und frei von Angst.
Verbreite Deinen Frieden in uns und durch uns.
Dich bitten wir im Vertrauen auf Jesus Christus und den Heiligen Geist,
denn Du regierst und baust Dein Reich des Friedens schon jetzt und in Ewigkeit.

Sintigrab Stadtfriedhof Bayreuth
Bildrechte: Carsten Brall

Die Grabmale auf dem evangelischen Stadtfriedhof erzählen die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger Bayreuths durch das ganze 20. Jahrhundert hindurch. Der Friedhof ist darum ein wichtiger Ort für eine Arbeitsgruppe, die sich die Erinnerungskultur kirchlicher Orte zum Anliegen gemacht hat. Zunächst will sie in Bayreuth beginnen – und hier eben auf dem Stadtfriedhof, auf dem sich die Grabstätte der Brüder Max und Wilhelm Rose befindet. Die beiden wurden 1899 und 1901 in Bayreuth geboren. Als Sinti wurden sie nacheinander nach Dachau deportiert und dort 1942 bzw. 1943 ermordet.

Regionalbischöfin Dorothea Greiner hat die Arbeitsgruppe zusammen mit einer Expertenrunde aus den Bereichen Geschichte, Bildung, Kultur und Kirche initiiert. Zwei Sitzungen haben seit Oktober stattgefunden.

Dorothea Greiner betont: „Lebendige Erinnerungskultur will einem menschenfreundlichen Miteinander in der Gegenwart dienen. Darum schaut sie auf Vorbilder dafür in der Vergangenheit. Sie stellt sich aber auch dem Gegenteil und zeigt Beispiele ausgrenzenden, menschenverachtenden Denkens und Handelns, das in der NS-Zeit sogar bis zur Vernichtung von Leben geführt hat, wie beim Bayreuther Brüderpaar Rose. Die Erinnerung daran ist notwendig, denn gruppenbezogene Vorurteile sind bis heute in der Gesellschaft vorhanden. Sie sind umso gefährlicher, je weniger sie thematisiert und bearbeitet werden. Wir beginnen bei uns und unseren kirchlichen Erinnerungsorten.“

Wichtig ist der Arbeitsgruppe die Vernetzung mit anderen Akteuren, so auch mit einem Projekt, in dem die Heimatpflege des Bezirks Oberfranken gemeinsam mit dem Institut für fränkische Landesgeschichte in Thurnau zum Antiziganismus forscht.

Die historische Aufarbeitung zum Umgang mit Sinti und Roma in der Gesellschaft und speziell in Bayreuth weist erhebliche Lücken auf, die geschlossen werden müssen. Daher soll auf dem Stadtfriedhof ein Gedenk- und Lernort zu diesem Thema geschaffen werden. Es handelt sich dabei um ein Kooperationsprojekt der Stadt Bayreuth, des Dekanatsbezirkes und Kirchenkreises Bayreuth, des Bezirks Oberfranken und des Instituts für fränkische Landesgeschichte in Thurnau. Die Initiative für das Projekt geht auf Frau Peni Rose zurück, die sich als Bayreuther Sintezza bereits seit längerem für einen angemessenen Gedenkort eingesetzt hat.

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