"Advent, Advent ein Lichtlein brennt" - und zwar jeden Sonntag auf dem Adventskranz! Und damit es den fast zwei Meter großen Kranz in der Michaeliskirche in Hof auch jedes Jahr gibt, fängt Mesnerin Christine Herrmann schon im November mit dem Binden an - und das schon seit 15 Jahren. Woher der Brauch des Adventskranzes stammt und in welcher Reihenfolge die Kerzen angezündet werden sollten, erklärt Sie im Fernsehmagazin "Grüß Gott Oberfranken". In Bayreuth gibt es dieses Jahr einen Grund zu feiern: Das 100. Jubiläum der Hochschule für Evangelische Kirchenmusik. Im Fernsehmagazin zeigen wir, wie vielseitig die Ausbildung ist und was Studierende und Lehrende an ihrer Hochschule schätzen.

Sintigrab Stadtfriedhof Bayreuth
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Die Grabmale auf dem evangelischen Stadtfriedhof erzählen die Geschichte der Bürgerinnen und Bürger Bayreuths durch das ganze 20. Jahrhundert hindurch. Der Friedhof ist darum ein wichtiger Ort für eine Arbeitsgruppe, die sich die Erinnerungskultur kirchlicher Orte zum Anliegen gemacht hat. Zunächst will sie in Bayreuth beginnen – und hier eben auf dem Stadtfriedhof, auf dem sich die Grabstätte der Brüder Max und Wilhelm Rose befindet. Die beiden wurden 1899 und 1901 in Bayreuth geboren. Als Sinti wurden sie nacheinander nach Dachau deportiert und dort 1942 bzw. 1943 ermordet.

Regionalbischöfin Dorothea Greiner hat die Arbeitsgruppe zusammen mit einer Expertenrunde aus den Bereichen Geschichte, Bildung, Kultur und Kirche initiiert. Zwei Sitzungen haben seit Oktober stattgefunden.

Dorothea Greiner betont: „Lebendige Erinnerungskultur will einem menschenfreundlichen Miteinander in der Gegenwart dienen. Darum schaut sie auf Vorbilder dafür in der Vergangenheit. Sie stellt sich aber auch dem Gegenteil und zeigt Beispiele ausgrenzenden, menschenverachtenden Denkens und Handelns, das in der NS-Zeit sogar bis zur Vernichtung von Leben geführt hat, wie beim Bayreuther Brüderpaar Rose. Die Erinnerung daran ist notwendig, denn gruppenbezogene Vorurteile sind bis heute in der Gesellschaft vorhanden. Sie sind umso gefährlicher, je weniger sie thematisiert und bearbeitet werden. Wir beginnen bei uns und unseren kirchlichen Erinnerungsorten.“

Wichtig ist der Arbeitsgruppe die Vernetzung mit anderen Akteuren, so auch mit einem Projekt, in dem die Heimatpflege des Bezirks Oberfranken gemeinsam mit dem Institut für fränkische Landesgeschichte in Thurnau zum Antiziganismus forscht.

Die historische Aufarbeitung zum Umgang mit Sinti und Roma in der Gesellschaft und speziell in Bayreuth weist erhebliche Lücken auf, die geschlossen werden müssen. Daher soll auf dem Stadtfriedhof ein Gedenk- und Lernort zu diesem Thema geschaffen werden. Es handelt sich dabei um ein Kooperationsprojekt der Stadt Bayreuth, des Dekanatsbezirkes und Kirchenkreises Bayreuth, des Bezirks Oberfranken und des Instituts für fränkische Landesgeschichte in Thurnau.

Spendenübergabe Kyocera
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„Ein großes Weihnachtsgeschenk für die Menschen in Oberfranken“, so nennt Regionalbischöfin Dorothea Greiner die gute Nachricht, dass die wöchentliche Ausstrahlung von Sonntagsgottesdiensten bei TVO dank der großzügigen Hilfe von verschiedenen Unternehmen in der Region auch im Jahr 2022 fortgesetzt werden kann. „Dies ist umso wichtiger, als die Pandemie auch in diesem Winter viele hindern wird, Gottesdienste in ihren Kirchen zu besuchen.“

Zu den Unterstützern gehört die Firma Kyocera am Standort Selb. Sie hat spontan zugesagt, 2.400 Euro zu spenden – mehr als für einen Gottesdienst vonnöten ist, dessen Produktion den Kirchenkreis jeweils rund 2.000 Euro kostet. Regionalbischöfin Greiner: „Danke! Ihre Spende sichert gut die Produktion eines Gottesdienstes für einen Sonntag! Sie ermöglicht, die Hoffnung des Evangeliums in die Häuser der Menschen zu bringen“.

Die Fortführung der TVO-Gottesdienste stand noch im Herbst in Frage. Denn die Bezuschussung durch die evangelische Landeskirche war befristet bis zum Jahresende 2021. TVO-Geschäftsführer Norbert Kießling ermutigte dazu, dennoch weiterzumachen. Denn bei den Zuschauerinnen und Zuschauern kommt das Mitte 2020 begonnen Projekt sehr gut an. So ging Dorothea Greiner auf einige Unternehmer zu, um die notwendige Gesamtsumme für 2022 von 100.000 Euro zu erzielen.

Nun gilt es, weitere Spender und Spenderinnen zu finden. Auch Privatspenden sind herzlich willkommen. „Wir senden die Gottesdienste so lange wir das dafür nötige Geld aufbringen und wir danken allen, die kleine oder größere Spenden geben. Jeder Euro hilft.“

Rund 40 verschiedene evangelische Kirchengemeinden des Bayreuther Kirchenkreises sind mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern sowie zahlreichen weiteren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden beteiligt.

Im Evangelischen Fernsehmagazin "Grüß Gott Oberfranken!" geht es diesmal um die Antwort der Kirche auf Rechtspopulismus. Wenn Mitte November durch das oberfränkische Wunsiedel rechtsextreme Gruppen marschieren, dann hält die Bürgerinitiative "Wunsiedel ist bunt" mit einer Demonstration für Frieden, Demokratie und Toleranz dagegen. Und auch Vertreter aus Kirche und Wissenschaft haben sich bei einer Tagung ausgetauscht über die Popularität rechter Gemeinschaften und einer entsprechenden Antwort der Kirche. Fest steht, dass es für die Kirche aus der christlichen Grundhaltung heraus selbstverständlich ist, als tolerante Gemeinschaft aufzutreten, in denen unterschiedliche Menschen zusammenkommen.

Die neue Dekanin für den Dekanatsbezirk Rügheim heißt Anne Salzbrenner. Die 57-jährige Pfarrerin leitet die Kirchengemeinde Lichtenfels und ist stellvertretende Dekanin im Dekanatsbezirk Michelau. Die künftige Dekanin wurde vom Landeskirchenrat benannt und vom Wahlgremium aus Kirchenvorstand und Dekanatsausschuss bestätigt. Regionalbischöfin Dorothea Greiner leitete die Präsentation und gratulierte Frau Salzbrenner nach der Beschlussfassung. Sie hob hervor: „Anne Salzbrenner hat Hervorragendes im Dekanatsbezirk Michelau als stellvertretende Dekanin geleistet. Sie kann integrieren und versöhnen und zugleich mit hilfreichen Impulsen in die Zukunft führen. Sie wird zusammen mit den Menschen vor Ort gute Wege für die anstehenden Entwicklungsprozesse ebnen.“

Statt Trockenheit wie im letztem Jahr gab es diesmal im Sommer sehr viel Regen. Die Landwirte in Bayern müssen sich auf Extremwetterlagen immer wieder aufs neue einstellen. Ein Grund für die Redaktion von "Grüß Gott Oberfranken!" bei einem Familienbetrieb im Coburger Land mal nachzufragen, wie die Bilanz für die Ernte ausgefallen ist und welche Rolle der Glaube an den Schutz Gottes dabei spielt. Für einen anderen Betrieb im Bamberger Land ist in diesem Jahr überraschend eine schwere Zeit angebrochen: Weil die Landwirtin und Mutter von fünf Kindern krank geworden ist, kam der Familienbetrieb in Bedrängnis. Eine evangelische Dorfhelferin unterstützt den Hof seitdem mit Herz,Leidenschaft und einer großen Portion Nächstenliebe. "Grüß Gott Oberfranken!" hat außerdem die Evangelische Landjugend Gräfenthal getroffen, um herauszufinden, wie demokratisch die ELJ eigentlich agiert. In der Rubrik "Mein Lieblingsplatz" zeigt Lektorin Sabine Böhm den Naturpark Faßmannsreuther Erde im Hofer Land, wo neben der Schöpfung Gottes auch der Mensch als Teil der Natur im Mittelpunkt steht. Maike Stark moderiert diese Ausgabe von "Grüß Gott Oberfranken!" an der Weidenkirche Plech.

Gestalten Sie die Fastenzeit ganz bewusst und gönnen Sie sich Zeit für sich und mit Gott! Die Teilnehmenden nehmen sich täglich (ca. eine halbe Stunde) Zeit für Gebet und Betrachtung. Einmal in der Woche treffen sie sich zum Austausch über ihre Erfahrungen.

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