Predigten und Reden

Predigt am Sonntag Laetare 27.03.2022, in der St. Johanniskirche in Rödental

Liebe Gemeinde und vor allem liebe Esther Böhnlein,

wir sind mitten in der Passionszeit. Doch „Lätare“ -„Freut Euch!“ - so heißt unser Sonntag heute. Und das passt, denn wir freuen uns heute alle:
Die Gemeinde freut sich, denn nun ist eine junge Pfarrerin da. Wer sie gesehen und gesprochen hat, spürt: Esther Böhnlein ist eine verlässliche, Vertrauen weckende Persönlichkeit. Sie hört zu und wendet sich zu. Sie wirkt geordnet und macht einen kompetenten Eindruck. Ich kann Ihnen sagen: Dieser Eindruck trügt nicht. Die Gemeinden St. Johannis und Weißenbrunn können sich wirklich freuen und die ganze Region. Es passt alles, das Wetter, die Kirche, der Mensch.
Vor allem aber für Sie, liebe Esther Böhnlein, ist heute ein einzigartiger Freudentag. Sie wollen seit Sie 15 Jahre alt sind, Pfarrerin werden. Und heute werden Sie Pfarrerin im Vollsinn.

Predigt am Sonntag Oculi, 20.03.2022, in Forchheim St. Johannis

Liebe Festgemeinde, vor allem, liebe Melissa Wißmann und lieber David Kieslich,

welch ein großes Fest! Sie beide sind bereit, sich ordinieren zu lassen und unsere Kirche ist bereit Sie zu ordinieren, also zu berufen, zu segnen und zu senden für den Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Feier der Sakramente als Pfarrerin und Pfarrer unserer Kirche.
Die Ordination wird über den Ruhestand hinaus gelten, Ihr ganzes Leben lang. Sie ist als Berufung ein Ruf in die Nachfolge Jesu Christi, die das ganze Leben umfasst in seiner ganzen Länge, Weite und Tiefe. Denn die letzte der Ordinationsfragen wird Sie nach Ihrer Bereitschaft fragen, in der Nachfolge Jesus Christi zu leben.

Daher passt unser heutiges Evangelium, das wir vorhin gehört haben, sehr gut, denn es handelt von der Nachfolge. In der Lutherbibel ist der Abschnitt aus dem Lukasevangelium überschrieben mit: „vom Ernst der Nachfolge“.

Predigt zur Ordination von Michael Herán an Invokavit, 6. März 2022, St. Bartholomäus, Pegnitz

Liebe Festgemeinde, vor allem, lieber Michael Herán!

Das Evangelium an Ihrem Ordinationsfest, lieber Herr Herán, ist spannend. Schon der Beginn dieser Geschichte. Ich zitiere:
Jesus wurde vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde.
Nicht nur, dass der Geist Gottes Jesus in die Wüste führt, sondern es ist wohl auch das Ziel des Geistes Gottes, dass Jesus Versuchungen durchläuft.

Was heißt das nun für Sie? Dass der Geist Sie in die Wüste Auerbach geführt hat und dort eine Versuchung nach der anderen auf Sie wartet?
Auerbach ist alles andere als eine Wüste. Ich selbst finde, dass Auerbach eine wirklich schöne Stelle für den Berufsbeginn ist und habe sie darum für diesen Einsatz benannt.
Sie haben sich ja auch die Beschreibungen aller möglichen Stellen genau durchgelesen und sich bewusst entschieden, dass Sie zusammen mit Ihrer Frau nach Auerbach wollen. Wir alle freuen uns darüber. Auch an Sie, liebe Frau Herán, ein herzliches Willkommen!

Einführung von Andreas Müller als Dekan von Hof am 5. März 2022

Liebe Festgemeinde und
vor allem lieber Andreas Müller,

der heutige Lehrtext im Losungsbüchlein lautet: Jesus zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Überall verkündigte er die gute Nachricht, dass Gott jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden werde.
Jesus lebte erstaunlich unstet, man kann auch sagen: höchst flexibel und veränderungsbereit. Er wohnte nirgends fest. Er zog von Ort zu Ort.
Sie, lieber Andreas Müller, zogen von Unna nach Hof. Das klingt nach festem Wohnsitzwechsel, ist es auch. Trotzdem wird Ihr Leben etwas Unstetes haben, weil es noch längere Zeit brauchen wird, bis das Dekanshaus bezugsfertig ist.

Einführung Dekan Hohenberger
Bildrechte: Diakon Christian Hanf
Ansprache von Regionalbischöfin Dr. Greiner am 13.02.2022 in Kulmbach

Liebe Gemeinde und vor allem lieber Friedrich Hohenberger!

Herzlich willkommen im Kirchenkreis Bayreuth, im Dekanatsbezirk Kulmbach und in der Petrigemeinde. Noch wohnst Du, lieber Friedrich, in einer Interimswohnung und die Familie bleibt notgedrungen in Regenburg bis das Haus bezugsfertig ist. Dann endlich können Sie, liebe Frau Hohenberger mit den Söhnen einziehen – und die älteste Tochter – in Regensburg studierend – wird dann immer wieder zu Besuch kommen. Darum rufe ich der ganzen Familie schon einmal ein herzliches „Willkommen“ in Kulmbach zu.

Meine Einführungsansprache orientiert sich am Predigttext dieses Sonntags. Der fordert heraus. Denn ich will doch Pfarrer Hohenberger bei seiner Einführung als Dekan ein wenig loben, zumal es so viel Lobenswertes zu sagen gibt. Und auch Du, lieber Fritz, willst natürlich, dass die Menschen einen guten Eindruck von Dir haben.

Ansprache zur Einführung von Anne Mayer-Thormählen und Ralph Thormählen am 19.9.2021 in der Christusbruderschaft in Selbitz

Liebe Gemeinde, vor allem liebes Ehepaar Anne Mayer-Thormählen und Ralph Thormählen

Grundlage meiner Einführungsansprache ist das Wort aus den Briefen für diesen Sonntag, 2. Timotheus c. 1,8-10.
Ich lese in der Übersetzung August Strobels:

Predigt von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner zu Lukas 17, 5-6

Liebe Gemeinde,
 
Das vorgesehene Bibelwort für den heutigen Sonntag ist nur kurz, aber hat es in sich. Es steht im Lukasevangelium, Kapitel 17, die Verse 5 und 6:
Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben!
Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorsam sein.

Auszug Ordination Lena Gleußner
Bildrechte: Fertinger

Predigt von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner zum Epheserbrief 2, 4-10

Liebe Festgottesdienstgemeine, vor allem, liebe Lena Gleußner!

„Danke! Liebe Maroldsweisacher und lieber Pfarrer Popp-Posekardt“ sage ich – auch im Namen von Ihnen, liebe Frau Gleußner, dass wir hier in Ihrer wunderschönen Kirche diesen Gottesdienst feiern können. Diese Kirche ist natürlich wegen Ihrer Größe für eine Ordination besonders geeignet – aber nicht nur:
Hier in Maroldsweisach sind Sie, liebe Frau Gleußner, zur Grundschule gegangen und hier haben Sie im nachbarlichen Wirtshaus als Schülerin und Studentin ein wenig Geld verdient.
Und die Ditterswinder Gemeinde, in der Sie aufgewachsen sind, ist auch nicht weit.
Solch eine heimatliche Ordination ist selten. Da freuen sich die Einheimischen in ganz besonderer Weise mit. Es macht viele schon ein wenig stolz, dass „eine von uns“ nun ordiniert wird und den Weg in den Pfarrberuf geht.

100 Jahre Kirchenkreis Bayreuth
Bildrechte: Kirchenkreis Bayreuth
Predigt von Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner im Festgottesdienst am 06.05.2021 in der Stadtkirche Bayreuth
„Jesus Christus herrscht als König, alles wird im untertänig“. Dieses Lied begleitet uns durch den Gottesdienst. Heikel (!) könnte man meinen – wenn man dieses Lied im Sinne eines Machtanspruches der Kirche über den Staat verstehen würde. Das ist es aber gerade nicht. Denn dieser König sagt von sich: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“. Diese Aussage Jesu vor Pilatus ist einer der großen befreienden Sätze der Bibel. Es befreit ein christusgemäßes Christentum, befreit die Kirche, von falschen - weltlichen - Machtansprüchen.